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Traumpartner gesucht – Verabreden, verführen,
verknallen
Was macht eine Person des anderen
Geschlechts attraktiv oder sympathisch?
Bis vor kurzem wusste die
Erfahrungswissenschaft besser Bescheid über das Zustandekommen chemischer
Verbindungen als über das der menschlichen. Ausgehend von einer Philosophie
der Gleichheit aller Menschen galt es wohl als antidemokratisch, dass einzelne aufgrund ihres guten Aussehens
begehrter als andere sind. Unter Berücksichtigung der neuesten
Forschungsergebnisse beschäftigt sich der heutige Vortrag vor allem mit den
Fragen:
Die Ergebnisse sind erstaunlich:
Auch in der heutigen Massengesellschaft wirken unbewusst noch psychische
Mechanismen, die sich in jener Phase der menschlichen Evolution entwickelt
haben, in der unsere Vorfahren etwa 100.000 Generationen lang in der
afrikanischen Savanne lebten."
Wenn es Funkt ... Die Allgemeine
Psychologie des Sichverliebens
Die Allgemeine Psychologie untersucht bekanntlich, was
beim menschlichen Verhalten und Erleben über die einzelnen
Persönlichkeitstypen, sozialen Gruppen und Kulturen hinweg als Grundmerkmale
unserer Art, also „dem Menschen allgemein“, anzusehen sind. Die
klassischen Fächer der Allgemeinen Psychologie sollen in diesem Vortrag auf das
Verhalten und Erleben des Sichverliebens angewendet
werden. Welche psychologischen Prozesse laufen bei diesem „kritischen Lebensereignis“
ab?
Diskutieren Sie mit Prof. Hejj über die provokanten
Ergebnisse seiner Untersuchungen: Auch moderne Liebende unterliegen ihrer
„Steinzeitpsyche“: jenen unbewusst wirkenden allgemeinpsychologischen
Mechanismen, die sich entwickelt haben, während unsere Vorfahren etwa 100.000
Generationen lang in der afrikanischen Savanne lebten.
Das erste
Mal
Welche "Fahrpläne" haben junge Frauen und Männer
in ihren Köpfen zum Ablauf eines ersten Rendezvous?
Was macht eine Person des anderen
Geschlechts attraktiv oder sympathisch?
Bis vor kurzem wusste die
Erfahrungswissenschaft besser Bescheid über das Zustandekommen chemischer
Verbindungen als über das der menschlichen. Ausgehend von einer Philosophie
der Gleichheit aller Menschen galt es wohl als antidemokratisch, dass biologische Kriterien wie Aussehen und
Geschlecht zu unterschiedlichen Partnerschafts-Erfolgen führen sollten. Zwar
sind wir unserem steinzeitlichen Erbe keineswegs hilflos ausgeliefert. Doch
winkt ein erheblicher Gewinn, wenn wir die evolutionär entstandenen psychischen
Mechanismen besser kennen, die ein konstruktiveres Miteinander von Frau und
Mann ermöglichen.
Als Anpassung an ihre
Steinzeitumgebung entwickelten Frauen und Männer in hunderttausend Generationen
unbewusste psychische Mechanismen, die ihr heftiges emotionales Interesse für
jene Partner weckt, welche für die Weitergabe der jeweiligen eigenen
genetischen Informationen möglichst optimal geeignet sind. Wie sich Individuen
beider Geschlechter dadurch anziehender machen wollen, dass sie zum ersten
Rendezvous gerade die Merkmale betonen, die für den Reproduktionserfolg ihrer
Gegenüber von besonderer Bedeutung sind, wird von der antiken Literatur über
die modernen Benimm-Ratgeber bis hin zu einer eigenen Untersuchung an 136
heterosexuellen Rendezvous-Teilnehmern nachgewiesen. Die "Fahrpläne"
der Frauen zum ersten Rendezvous werden mit jenen verglichen, in denen Männer
befragt werden, welche "Fahrpläne" Frauen wohl hätten, und umgekehrt.
Diese Kreuzvalidierung erbringt einen weiteren Beleg:
Zu den unterschiedlichsten Untersuchungszeitpunkten der Menschheitsgeschichte
treten genau jene "steinzeitlichen" Verhaltensmuster auf, die eine
Selbstvermarktung im Spiegel des Reproduktionserfolgs bezeugen. Diskutieren Sie
mit Prof. Hejj über die aufschlussreichen Untersuchungsergebnisse seiner
Studie.
Jung, ledig, sucht? - Die Welt der
Singles
Die Zahl
der Single-Haushalte nimmt rasant zu - die der Kontaktanzeigen aber auch!. Das Fragezeichen im Titel lenkt die Aufmerksamkeit auf
folgenden Aspekt: Wollen Singles ihren Zustand durch die Suche nach einem
geeigneten Partner tatsächlich beenden, oder haben sie womöglich die Nase von
den an sie gerichteten traditionellen Erwartungen zur Partnerschaft voll? Was
denken sie über Bindung und Treue, über Seitensprünge und über ihre Zukunft?
Sind sie egoistisch? Warum und wie wird ein Single zum Dauersingle? Wie kommen
unfreiwillige Singles zurecht? Welche Unterschiede bestehen in den Köpfen von
Singles und Verheirateten? Diskutieren Sie mit Prof. Hejj über die
aufschlussreichen Untersuchungsergebnisse seiner Studie.
Wird
die Beziehung halten? Prognosen über die Haltbarkeit von Liebesbeziehungen
Eingangs
wird an beziehungsrelevanten, teilweise psychodynamischen Beispielen geprüft,
wie aussagekräftig Sprichwörter wie "Gleich und Gleich gesellt sich
gern" und "Gegensätze ziehen sich an" sind. Nach einem Überblick
der bestehenden (vor-)wissenschaftlichen Versuche vorauszusagen, wer zu wem
passen könnte, wird die hervorgehobene Beachtung von Einstellungsähnlichkeiten
für die Beziehungszufriedenheit in der modernen Kognitionspsychologie erörtert.
Diskutieren Sie mit Prof. Hejj über den "Haltbarkeitshinweis" seiner
Untersuchung, den er überraschenderweise nicht im Vergleich der Einstellungen
beider Partner gefunden hat.
·
"Gleich & Gleich" oder
"Gegensätze ziehen sich an" - Zur Brauchbarkeit von Sprichwörtern für die
Beziehungsplanung
Betören,
blenden, beeindrucken - Zur Psychologie von Mode und Trends
In den USA wird für
das Optimieren des persönlichen Aussehens pro Jahr mehr Geld ausgegeben als für
Bildung und Soziales zusammen, und auch hierzulande ist diese Entwicklung kaum
aufzuhalten. Wird nicht stets beteuert, auf den Charakter eines Menschen käme
es an? Andererseits ist bekanntlich der entscheidende erste Eindruck ein
optischer, und in diesem unwiederbringlichen Moment möchte man sich mit Hilfe
von Modemarken, Make up und Accessoires in einem
möglichst günstigen Licht präsentieren - auf nonverbale
Weise ausdrücken, „wer man ist". Wie passt das zusammen? Trägt
unsere „Menschenkenntnis" dem unbewusst bereits Rechnung?
Nach einem Streifzug über einige Grundthemen wie
haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, mit
dem Psychologen Professor Hejj über ihre persönlichen Erfahrungen zu
diskutieren.
Was ist und warum braucht der Mensch
emotionale Intelligenz?
Wird
in der Massengesellschaft emotionale Intelligenz wichtiger als nüchtern-kalte
Klugheit? Festzustehen scheint: Obwohl die gezielte Förderung der
technisch-kognitiven Intelligenz eine enorme Verbesserung der Lebensqualität
der Menschheit bewirkt hat, finden wir heute immer mehr soziale Spannungen und
psychische Probleme, die mittels technischer Intelligenz alleine offensichtlich
nicht abzubauen sind. Um klar werden zu lassen, wie und warum emotionale
Intelligenz hier helfen könnte, behandelt Prof. Hejj zwei im Alltag gut
nachvollziehbare Anwendungsbeispiele: die Erziehung
zur Friedfertigkeit bei aggressiven Jugendlichen sowie den Einsatz emotionaler
Intelligenz gegen Depressionen. Aus der Gliederung:
·
Bildung und Herzensbildung - Eine Einführung in die emotionale
Intelligenz
·
Die Jagdgemeinschaft überlebt - Vom steinzeitlichen Horden-Häuptling
zur modernen Unternehmensführung
·
Bevor der Schüler 12 schlägt - Einsatz der emotionalen Intelligenz
für aggressive und straffällig gewordene Jugendliche
Dem
Licht entgegen - Depressionen bewältigen
Sind die Mütter, die Massengesellschaft
oder die Moleküle schuld, dass so viele Menschen unter Depressionen leiden? Was
sagt die Psychiatrie, die Tiefen- und Sozialpsychologie über die
Entstehungsgründe? Welche Auswirkungen haben Depressionen für die Betroffenen
und ihr Umfeld? Welche therapeutischen Ansätze haben sich als besonders wirksam
erwiesen? Depressionen muss man nicht passiv ertragen: Versuchen Sie Wege aus
bedrückendem Dunkel ins erlösende Licht!
·
Erkältungskrankheit der
Psychopathologie - Symptome
und Verbreitung der Depression
·
Von Müttern und ihren Schrauben - Die (B)Deutung der Depression in der
Tiefenpsychologie
Zwischen Automat und Autarkie - Zur
Konkurrenz der Menschenbilder in der Psychologie
Man redet oft über "die" Psychologie ohne sich
darüber klar zu werden, dass Psychologen äußerst unterschiedlicher
Denkrichtungen angehören, die auf jeweils eigenen Menschenbildern basieren.
Diese Veranstaltung soll die miteinander konkurrierenden und einander
ergänzenden Ansätze in der Psychologie an exemplarischen Untersuchungen
veranschaulichen und miteinander in Beziehung setzen.
·
Alle
Menschen gleich erschaffen?
Identität und Integration
·
Lernpsychologie - Manipulierte Identität - Was
die CIA von Pawlows Hund lernte
·
Pädagogische Psychologie - Ein Modell der Erziehung zur
integren Identität
Politische Psychologie und Prognose
- Wie kündigte sich der Zerfall im Ausdruck ehemaliger und Noch-Sowjetbürger
an?
Einer der
wichtigsten Aspekte der persönlichen Identität ist die Zugehörigkeit zu einer
kulturellen Großgruppe, zu der sich der Einzelne als zugehörig versteht. Was
passiert aber, wenn diese mächtige Großgruppe, wie im Falle der Sowjetunion,
aufbricht und somit diese wichtige Grundlage der Selbst- und Fremdzuordnung des
Einzelnen erschüttert wird? Über die Beantwortung dieser Frage konnten die
Sozialwissenschaftler nur spekulieren, da eine so großartige Wende im
Forschungslaboratorium nicht simuliert werden konnte. Auch im August 1991 waren
es keine Experimentalpsychologen die durch ihren zielgerichteten Einsatz die
ganz sicherlich nicht beabsichtigte, dafür aber um so
deutlichere Änderung der zu untersuchenden Größe "Nationalität" für
viele ehemalige Sowjetbürger bewirkten. Diese objektive Änderung der Nationalität,
des Reisepasses, der Staatsflagge, der Geldscheine, der Briefmarken, der
Straßenschilder und der Sprache geht mit entsprechenden subjektiven Änderungen
einher. Diesen galt das Augenmerk des Forschers, der das freudige Ereignis der
(Wieder-)Geburt - zunächst - dreier europäischer Staaten unmittelbar vor Ort in
Vilnius, Riga und Tallinn miterlebte und die Vorstellungen der Menschen auf
deren Weg zu einer neuen Identität sozialpsychologisch nachzeichnete. In
Zusammenschau mit den erhobenen Sichtweisen der damals Noch-Sowjetbürger der
anderen Republiken ergab sich ein erschütternder Befund: Schon ein Jahr vor dem
tatsächlichen Zerfall der SU ließ sich dieser aus den erhobenen Daten deutlich
absehen.
Als
Augenzeuge der neuen Welt im besetzten Irak unterwegs
–
Ein Sozialwissenschaftler über Mind Control und Manipulation
Die
Versuchung, maßgebliche Akteure der Geschichte zu kontrollieren, oder gar die
Kontrolle über sie ohne ihr Wissen zu erreichen, ja sich die Massen vom Herzen
her gefügig zu machen, ist uralt. Prof. Hejjs Freunde und Kollegen
waren konsterniert, als er im Frühsommer 2003, unmittelbar nach der offiziellen
Bekanntgabe des „Kriegsendes“, mitteilte, er fahre auf
„eigene Faust“ in den Irak. Doch ist Hejj ein Sozialforscher, der
jede Gelegenheit wahrnehmen möchte, seinen Beruf umzusetzen und die
Gesellschaft, in der er lebt, ein wenig tiefer zu erkunden. Er ließ es sich
nicht nehmen, in und durch den Irak zu reisen und seine Begegnungen mit
Besetzten und Besatzern auf Tonband und Video zu dokumentieren. Die im Rahmen
des Vortrags gezeigte Reportage „Befreiung
auf Amerikanisch – Bilder aus dem Irakkrieg“ ist Teil seiner
Serie Ein Blick hinter die Tabus, in welcher
der Autor auf seinen Forschungseisen in über 160 Staaten der Welt die
Konzentration der globalen Macht nachzeichnet. Er möchte anregen, auch und
gerade über Tatsachen und Argumente nachzudenken, welche die „öffentliche
Meinung“, d.h. die veröffentlichte Meinung, verpönt oder verschweigt.
Sein Film ist ein Beitrag für den mündigen Bürger, gegen den Krieg und gegen
Manipulation. Um die Frage besser beantworten zu können, inwieweit
die Vision der „schönen neuen Welt“ erfüllbar ist, präsentiert
Ihnen Prof. Hejj wichtige psychologische und sozialwissenschaftliche
Hintergründe und lädt zur regen Diskussion ein.